Weniger Magenkrebs durch die "Scharfmacher" in Zwiebeln

Wer reichlich Gemüse der Gattung Allium verzehrt, also Zwiebeln, Schalotten, Porre, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch, mindert offenbar das Risiko an Magenkrebs zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die 1989 im Journal of the National Cancer Institute (USA) veröffentlicht wurde: Setzt man das Krebsrisiko bei dem Bevölkerungsteil, der weniger als 12 kg Zwiebelgemüse pro Person und Jahr verzehrte, gleich 100 %, so verringerte sich dieses bei der Gruppe mit dem höchsten Verzehr (über 24 kg pro Person und Jahr) auf 40 %.

Die gesunderhaltenden Wirkungen werden insbesondere auf die in diesen Gemüsearten - allen voran dem Knoblauch - besonders reichlich enthaltenen Sulfide zurückgeführt. Sulfide sind Schwefelverbindungen und verantwortlich für den intensiven Geruch und die Schärfe dieser Gemüse. Zahlreiche Untersuchungen belegen die antikanzerogenen Effekte der Sulfide. Sie wirken antioxidativ, d.h. sie neutralisieren die sogenannten freien Radikale, die im Stoffwechsel Kettenreaktionen und damit die Entartung von Zellen einleiten können.

Daneben beeinflussen Sulfide die Blutgerinnung und das Immunsystem. Sie regen den Speichelfluss, die Magensaftsekretion sowie die Darmbewegung an und fördern auf diese Weise die Verdauung.

Bei den Stoffwechselerkrankungen ist die Senkung des Blutzucker-Spiegels die wichtigste Eigenschaft der Küchenzwiebel. Eine der am besten untersuchten Wirkung der Küchenzwiebel ist die antiasthmatische Aktivität. Das Besondere der Zwiebelgewächse ist die bioaktive Substanz Allizin, eine medizinisch hoch wirksame Schwefelverbindung. Die Allizin-Vorstufe Alliin reizt die Augen zum Tränen. Allizin wirkt antibiotisch und antimykotisch, stärkt die Darmflora, reguliert den Blutdruck und verbessert die Vitaminaufnahme aus der Nahrung.

Inhaltsstoffe der Küchenzwiebel

Frische Zwiebeln bestehen zum größten Teil aus Wasser; an zweiter Stelle stehen die wasserlöslichen Kohlenhydrate.

Hauptnährstoffe

  • Eiweiß 1,3 (g)
  • Fett 0,3 (g)
  • Kohlenhydrate 6,2 (g)

Hiervon sind besonders die hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalte herauszustellen. Weiterhin enthält die Zwiebel ätherische Öle (Disulfide, Knoblauchöl) deren Menge hauptsächlich die Geschmacksschärfe bestimmt und mit kleinen Mengen an Zitronen- und Apfelsäure zusammen das würzige Aroma liefert.

Ihr Gehalt an Vitamin B6 begünstigt die Verwertung von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, Vitamin C beugt Erkältungen vor, Calcium und Phosphor sind gut für Knochen und Zähne und Kalium reguliert den Wasserhaushalt. Außer diesen Vitaminen und Mineralstoffen enthält die Zwiebel auch sog. Sekundärpflanzenstoffe. Dabei handelt es sich um Substanzen, die die Pflanzen selber bilden. Sie schützen sie vor Schädlingen und Krankheiten, regulieren ihren Wachstum und sorgen für Farbe, Geschmack und Aroma.

Rote Zwiebeln enthalten Flavonoide. Die wichtigste Flavonoid-Verbindung in der Zwiebel ist das Quercetin. Es stärkt die körpereigene Abwehr, und hemmt Allergieauslöser.

Zusammenfassend gesehen ist die Zwiebel damit ein Gemüse, das nicht nur den Gaumen verwöhnt und dabei die Figur schont, sondern das auch zu dem beitragen kann, was für uns alle heutzutage immer schwieriger wird: zu einem gesünderen Leben!

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12.11.2017 / Agritechnica 2017

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